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Was sind Phantasiereisen?


Phantasiereisen –  auch Traum- oder Märchenreisen genannt –  sind geführte, imaginative Entspannungsverfahren.

Ein tiefer Ruhe- und Erholungszustand wird durch eine entspannte Körperposition (i.d.R. auf dem Rücken liegend mit geschlossenen Augen), die Zuwendung auf den Sprecher sowie die Hinwendung auf die angenehm erlebten Bilder und Vorstellungen in der eigenen Fantasie erzielt. Durch einen herabgesetzten Muskeltonus kommt es zu einer körperlichen und geistig-seelischen Entspannung. Der Zuhörer stellt sich innere Bilder zu den Texten vor, in die möglichst viele angenehme Sinneseindrücke eingebaut sind.

Ruhige Entspannungs- und Hintergrundmusik – häufig im Zusammenspiel mit Naturgeräuschen – hilft  beim Abschalten und Entspannen.
Phantasiereisen eignen sich zur Entspannung aber auch als Einschlafthilfe.


Die Wirksamkeit von Phantasiereisen


Phantasiereisen wirken unmittelbar ohne langwierige, größere Vorbereitungen. Sie werden von einem Sprecher erzählt, der sich idealer Weise durch eine angenehm ruhige, warme und wohlwollende Stimme auszeichnet. Als Zuhörer folgt man in Gedanken der Anleitung, in der möglichst viele positive Sinneseindrücke eingearbeitet sind, und lässt seine eigenen Bilder oder Filme vor dem inneren Auge ablaufen. Jede Phantasiereise ist eine Reise ins eigene Ich. So entstehen in jedem Zuhörer individuelle Bilderlebnisse und Wahrnehmungen, die sich aus einer Mischung von Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken, Riechen bestehen können.

Phantasiereisen dürften wohl so alt wie die Menschheit sein. Wissenschaftlich wurden diese jedoch erst im letzten Jahrhundert untersucht und eingesetzt u.a.:

•    Innerhalb der Analytischen Psychologie von Carl Gustav Jung, der seit etwa 1913 das Vorstellen von Traumbildern verwendete.
•    Von Verhaltenstherapeuten seit den 50er Jahren, um Ängste und Phobien zu behandeln
•    in der Gestalttherapie in den 60er Jahren
•    in der Pädagogik seit Anfang der 70er Jahren
•    in der Psychotherapie mit dem "Katathymen Bilderleben", einem tiefenpsychologisch anerkannten Verfahren, für das Hanscarl Leuner Ende der 40er Jahre erste Wirksamkeitsnachweise lieferte, und das heute als Katathym-Imaginative Psychotherapie (KIP) bekannt ist.


Anwendungsbereiche


•    Einschlaf-/Schlafstörung
•    Kopfschmerzen - Spannungskopfschmerz, Migräne
•    chronische (Rücken-)Schmerzen
•    Nackenschmerzen
•    Burn-out
•    Bluthochdruck
•    Magen- und Darmstörungen
•    Geburtsvorbereitung
•    Ängste, Angststörungen, Phobien
•    Flugangst
•    Lampenfieber bzw. Prüfungsangst
•    Stottern
•    Stress
•    motorische Unruhe
•    Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom
•    Konzentrationsschwäche
•    Gedächtnisschwäche
•    Aggressionen

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